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  • Jahreshauptversammlung 2016

    Das Jahr 2015 wahr überaus ereignisreich, und nicht nur in sportlicher Hinsicht höchst erfolgreich. Bei der 49. Jahreshauptversammlung des Judolandesverbands in Feldkirch wurde gemeinsam zurück geblickt, aber auch ein aussichtsreicher Blick in die Zukunft geworfen.

    Training, Turniere, Fortbildungen, Organisation, Koordination und jede Menge herunter gespulte Kilometer. Auf den ersten Blick erscheint das vergangene Jahr wie ein ganz gewöhnliches im Leben der Vorarlberger Judofamilie. Doch spätestens bei der 49. Jahreshauptversammlung des Judo Landesverbandes am 24. Februar, wurde klar, es war ein ganz besonderes. "Das vergangene Jahr war von vielen Umbrüchen geprägt, sowohl auf organisatorischer als auch auf sportlicher Ebene. Wir sind auf einem wirklich guten Weg", betonte Landesverbands-Präsident Emanuel Schinnerl. Tatsächlich gibt es viele "neue" Gesichter auf Funktionärsebene, im Verband und in den Vereinen.  Aber auch in sportlicher Hinsicht gibt es viele Neuerungen. Dass trotzdem alles "wie am Schnürchen" läuft, ist daher keine Selbstverständlichkeit. "Die perfekte Zusammenarbeit der ganzen Judofamilie trägt Früchte", so Schinnerl. Davon überzeugten sich am Mittwochabend auch der Leiter des Sportreferats Michael Zangerl und der Sport- und Strukturleiter des Sportservice Vorarlberg, Simon Nussbaumer. "Wir haben eine große Freude mit der Entwicklung des Judoverbands. Das ist wirklich vorbildlich und sucht seinesgleichen", betonte ein sichtlich erfreuter Michael Zangerl. 

    Neue strukturelle Basis

    Denn nachdem der langjährige Verbandstrainer Patrick Rusch nun seit fast einem Jahr als Nationalcoach erfolgreich mit seinen Sportlern um die Welt jettet, konnte mit Holger Scheele ein wahrer "Kapazunder" und würdiger Nachfolger ins Ländle gelockt werden. Sein Esprit und seine Begeisterung reißen mit und die Erfolge geben ihm Recht. "Wir können in Vorarlberg etwas ganz besonders aufbauen. Gemeinsam können wir die Nummer eins in Österreich werden", ist der Norddeutsche überzeugt. Doch damit dieser Traum auch Wirklichkeit werden kann, braucht es mehr als gutes Training. Die Strukturen müssen stimmen. Dafür zeigt sich vor allem der St. Galler Marco Peter verantwortlich. Er erarbeitete im vergangenen Jahr ein umfassendes Gesamtförderkonzept, welches er im Zuge der Versammlung vorstellte. Das Konzept bildet die Basis für die sportliche Entwicklung der kommenden Jahre und enthält sowohl hochwertige Trainerausbildung, transparente Standards und Leistungskriterien sowie medizinische Betreuung und Umfeld. "Es soll eine Art Bibel für Sportler, Vereinen und Funktionäre bilden, damit wir gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft gehen", erklärte Marco Peter. Beim Trainermeeting am kommenden Sonntag (28. Februar) wird er es allen Interessierten genauer präsentieren. 

    Sportliche Spitzenleistungen und ausgezeichnete Vereinsarbeit

    Doch auch abseits der Strukturellen Neuerungen gibt es viel erwähnenswertes. 50 Jahre Judoclub Dornbirn, jede Menge, auch international höchst erfolgreicher Nachwuchs (z.B. Celine Salzgeber, Sarah Schmoranz, Vache Adamjan, Anna-Lena Schuchter und Sarah Wolfgang)   und Spitzensportler, die in der Weltspitze angekommen sind. Mit Desirée Klinger (u.a. 2. Platz ÖM U23, 2. Platz European Open Sarajevo) und Laurin Böhler (u.a. 1. Platz ÖM allgemeine Klasse, 1. Patz Bremen Masters U21) sind es deren zwei. Von Ihnen wird auch im laufenden Jahr viel zu erwarten sein, denn haben ihre lästigen Verletzungen gut überstanden und sind voll auf Kurs. Daher freute sich Präsident Schinnerl darüber zahlreiche Ehrungen vornehmen zu können. "Jetzt gilt es konzentriert und motiviert weiter zu arbeiten. Wir haben die besten Karten", resümierte der Big Boss. 

     

  • Comeback auf der großen Bühne

    Aus der Schweiz geht es für Desirée Klinger direkt nach Köln. Beim internationalen Trainingscamp will sich die ULZ-Athletin in der Karneval-Stadt den letzten Feinschliff für ihr Comeback auf Weltniveau in einer Woche holen.

    Nach ihrer überaus erfolgreichen Rückkehr auf die Wettkampf-Matten in der Schweizer Damenliga (drei Siege in drei Kämpfen; Bericht unten) geht es für Desirée Klinger nonstop nach Köln. Denn Dort trainieren in der kommenden Woche die besten Athleten der Welt, die aufgrund des Grand Prix in Düsseldorf derzeit alle in Deutschland weilen. "Köln ist sicher eine coole Nummer. Mit all den Tieren zu trainieren, bring mich garantiert weiter. Das sind wirklich große Namen, die da auf auf der Matte stehen", freut sich die ULZ-Sportlerin auf die Vorbereitung.

    Gleich zwei Top-Turniere

    Denn das große Ziel der 22-jährigen ist ihr internationales Comeback in einer Woche beim Weltcup in Warschau (27. bis 28. Februar). In derselben Schlagzahl geht es dann auch weiter. Beim  internationalen Swiss Open (5. bis 6. März) in Uster liebäugelt Die HSZ-Sportlerin sogar bereits mit einem Podest. Klinger's Erwartungshaltung: "Solche Weltcups sind vom Niveau her natürlich Wahnsinn. Ich fühle mich aber schon wieder super und eine Medaille wäre schon das Ziel. Aber es geht hier auch darum wieder den Anschluss zu finden und endlich verletzungsfrei zu bleiben". 

  • Back on Track

    Nach langer Verletzungspause und intensiver Vorbereitung gab Desirée Klinger dieses Wochenende ihr langersehntes Comeback. Im Team des JC Uster zeigte die Götznerin in der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft mit drei souveränen Kampfgewinnen auf. Währenddessen schnupperte Celine Salzgeber beim U18-Europacup in Follonica internationale Luft.  

    Was lange währt wird endlich gut. Die vergangen Monate waren für Desirée Klinger alles andere als einfach. Ein Krankenhaus-Keim und das daraus resultierende "meuternde" Knie legten die ULZ-Athletin für mehrere Monate lahm. Erst im Dezember vergangenen Jahres konnte die 22-Jährige wieder richtig ins Training einsteigen. Und nach einer intensiven Vorbereitung - unter anderem in Rotterdam, Mittersill und Rauris - durfte Desirée diesen Samstag auch endlich wieder auf die Wettkampf-Matte steigen. In der starken Schweizer Damenliga lies die Heeressportlerin in Diensten des JC Uster mit drei souveränen Siegen ihre internationale Klasse aufblitzen. In der Begegnung gegen das Team aus Morges lies sie nichts Anbrennen. "Ich habe meine Gegnerin gleich zu Beginn mit einem Harai-Goshi erwischt und anschließend festgehalten. Nach 25 Sekunden war es schon vorbei", berichtet Desirée. In der zweiten Begegnung gegen Regensdorf brachte sie eine Yuko-Führung geschickt über die Zeit. Im ihrem dritten Kampf gegen eine Sportlerin des Neuenburger JC Cortaillod bewies Klinger ihre Ne-Waza-Kompetenz. Nach nur 35 Sekunden nutze sie ihre Chance am Boden und würge ihre Kontrahentin ab. "Ich bin wirklich zufrieden mit der Leistung, die Richtung stimmt. Das gibt Schwung und Selbstvertrauen für die kommenden Herausforderungen", betont die glückliche Sportlerin. 

    Internationale Luft

    Ihre ersten internationalen Gehversuche auf Top-Niveau machte dieses Wochenende unterdessen Celine Salzgeberin. Die frisch gebackene Österreichische U18-Meisterin kämpfe am Samstag auf Einladung des ÖJV beim U18-Europacup im italienischen Follonica. Dabei konnte sie gleich beweisen, dass sie auf diesem Niveau mehr als nur mithalten kann. In der Klasse bis 48 kg konnte sie ihre norwegische Auftaktgegnerin klar besiegen. In der zweiten Runde musste sie sich jedoch gegen eine Italienerin knapp geschlagen geben. In der Hoffnungsrunde zeigte die Montafonerin gegen eine weitere italienische Kontrahentin starkes Judo, hatte am jedoch wieder nicht das glücklichere Ende. Dennoch war der Wettkampf eine wertvolle Erfahrung für Celine, der auf eine große Zukunft hoffen lässt. 

  • Erfolgreich im hohen Norden

    Beim internationalen Kehdingen-Cup im norddeutschen Drochtersen holte sich Diana Kräutler vom UJC Hohenems die Goldmedaille. Tobias Fussenegger vom UJC Donrbirn sicherte sich Bronze, sein Vereinskollege Simon Pastor wurde Fünfter.

    Auch bei den Jüngsten geht so Einiges. Während die U18 vergangenes Wochenende bei den ÖM in Graz erfolgreich um Medaillen ritterten, verschlug es eine kleine Abordnung der Schüler-Kategorie nach Norddeutschland. Beim mit acht Nationen "sackstark" besetzten internationalen Kehdingen-Cup in Drochtesten kämpfen sie unter den wachsamen Augen von Landestrainer Holger Scheele und ULZ-Aushängeschild Desirée Klinger und zeigten dort, dass man sich um die Zukunft des Ländle-Judo wenig Sorgen machen muss. 

    Am eindrücklichsten bewies das wohl Diana Kräutler. Die frech kämpfende Hohenemserin gewann alle ihre Kämpfe souverän und sicherte sich eine wirklich wervolle Goldmedaille. Aber auch die Dornbirner Tobias Fussenegger und Simon Pastor standen ihr mit Bronze und Platz Fünf um wenig nach. So darf es ruhig weiter gehen. Wir gratulieren!